iXS European DH Cup #1 Kranjska Gora 2015

Am Wochenende vom 15.05. – 17.05.2015 fand erstmalig der iXS European DH Cup in Kranjska Gora, SLO statt – und vier Mitglieder des BC Stoahupfa waren mittendrin statt nur dabei.

 

Die vier Stoahupfa Martin Höller, Christian Arzberger, Jürgen Hörmann und Walter Jammernegg stellten sich, neben über 400 weiteren Startern aus über 24 Nationen, am Wochenende der Herausforderung, um bei widrigsten Witterungsbedingungen, die Downhillstrecke in Kranjska Gora, im Rahmen des iXS European Downhill Cups, zu bewältigen.
Bereits am ersten Tag, an dem ursprünglich Anreise und lockeres Training geplant war, schüttete es wie aus Kübeln, sodass unter den Leibnitzern einstimmig beschlossen wurde, das Training am ersten Tag zu canceln. Die Vier waren ohnehin bereits am Sonntag zuvor in Kranjska Gora, um sich für das Rennen vorzubereiten. Somit kannte man den Streckenverlauf und aufgrund der Wetterprognosen, die im Laufe des Wochenendes immer besseres Wetter versprachen, hielt man es nicht für sinnvoll, gleich am ersten Tag alles zu riskieren – die Strecke würde sich, wie es sich im Laufe des Wochenendes herausstellte, ohnehin von Abfahrt zu Abfahrt immer wieder verändern. Jedoch wurde die Zeit genutzt, um die Bikes auf die neuen Bedingungen abzustimmen und die Strecke zu Fuß zu besichtigen und neue Linien anzusehen.

Am Samstag wurde es dann ernst. 06:30 Uhr – Tagwache! Ein Blick aus dem Fenster – kleine Lücken in der Wolkendecke sind zu sehen. Frühstücken und dann ab ins Fahrerlager, umziehen und trainieren. Gesagt getan…
Bereits bei der ersten Abfahrt mussten einige am eigenen Körper feststellen, dass der mittlerweile etwas aufgetrocknete Schlamm vom Vortag immer schmieriger wurde und die Streckenbedingungen dadurch nicht einfacher wurden. Die Menge an Startern – die sich bis zum Ende des Rennwochenendes drastisch reduzieren sollte – setzte der Strecke zusätzlich durch die nassen Bedingungen zu. Das flowige Gefühl von letztem Sonntag hat sich in diesem Moment verabschiedet.
Dennoch gaben die vier Leibnitzer alles und versuchten fehlerfrei ins Ziel zu kommen. Vier Trainingsläufe und unzählige Linienvarianten später stand leider fest, dass die Hälfte der Stoahupfa verletzungsbedingt die Heimreise antreten muss. Für den Seedingrun am Samstagnachmittag blieben nur mehr Martin Höller und Walter Jammernegg übrig.
Da die Strecke auch im Seedingrun, trotz des mittlerweile schön gewordenen Wetters, noch immer sehr nass war, galt es für die beiden einen sauberen Lauf runterzubringen. Dies war bei diesen Bedingungen die sicherste Variante, um am Ende des Tages eine schnelle Zeit neben seinem Namen sehen zu können.
Als Erstes startete Walter Jammernegg in seinen Seedingrun. Zu Beginn lief noch alles, bis auf 2-3 Steher, ganz gut. Nach ca. ¾ der Strecke, das Signalpfeifen der Streckenposten (die dem Vordermann galten) bereits hörend, verabschiedete sich Walter jedoch in einer Kurve geradeaus kopfüber in die Büsche. Bis er sich wieder aufgerappelt hatte und samt Fahrrad wieder die Strecke erreichte, konnte er auch schon seinen Hintermann sehen. Um diesen nicht zu behindern, wurde er noch vorbeigelassen und der Rest der Strecke musste hinter dem Kollegen aus der Tschechien nachgefahren werden.
Während Walter Jammernegg bereits mehr oder weniger zufrieden im Ziel war, musste Martin Höller noch immer auf seinen Start warten. Seine Startzeit lag etwa 3 Std. hinter der von Walter Jammernegg. Jedoch hatte diese späte Startzeit auch den Vorteil, dass die Strecke wieder etwas trockener wurde, auf der anderen Seite war dies mit der Schwierigkeit verbunden, dass Martin nicht wusste wie trocken es bei seinem Lauf werden würde. Er konnte sich in seinem Seedingrun jedoch recht schnell auf die neuen, trockeneren Bedingungen anpassen und fuhr sicher und nahezu fehlerfrei seinen Lauf. Einziger Wehrmutstropfen war ein Sturz im Mittelteil der Strecke und die sich ankündigende Erkältung. Diese war die Erklärung, warum man Martin nur zaghaft das Zielstück hinab pedalieren sah – Kräfte schonen war angesagt.

 

Sunday is Race day! Diesmal noch früher als am Samstag, dafür leider um die Hälfte dezimiert, ging es bei blauem Himmel, voll motiviert, in Richtung Fahrerlager.
Nachdem das WarmUp-Training mit ca. 45 Minuten Verspätung startete, merkten die beiden Stoahupfa gleich, dass der Boden und die Wurzeln zwar noch etwas nass waren, es jedoch immer besser auftrocknete. Um 12:34 Uhr ging Walter Jammernegg und 2 Stunden später Martin Höller ins Rennen. Beide hatten bereits relativ gute Streckenbedingungen, wobei Martin eine Strecke wie eine Woche zuvor vorfand. Somit konnte er, die am vorhergegangen Sonntag trainierten Linien, fahren und seinen Lauf fehlerfrei runter bringen. Der trockene Boden kam Martin und seiner Erkältung in Hinsicht auf die anspruchsvollen Tretpassagen zum Glück zu Gute. Nach vollem Einsatz und einem sehr guten Lauf zeigte die Uhr knapp über 3 Minuten. Eine spitzen Zeit und Rang 61 im kleinen Finale bzw. 91 overall in der Elite-Klasse Herren.
Etwas schlechter hingegen ging es, bei noch feuchterer Strecke, Walter Jammernegg. Nach einem guten Start, machte er genau an der Stelle, an der auch Martin am Samstag im Seedingrun gestürzt war, Bekanntschaft mit der Zuschauermenge – der Wurzelteppich hatte es zu diesem Zeitpunkt noch in sich…, jedoch kostete dies nicht allzu viel Zeit. Kurz nach der Zwischenzeit fuhr er dann jedoch auf den vor ihm gestarteten Rennläufer auf – diesen konnte er trotz einiger Versuche bis ins Ziel nicht überholen. Ziemlich genau 3 Minuten 30 Sekunden für Walter Jammernegg und Rang 30 in der Masters-Klasse, am Ende des ersten Rennwochenendes 2015.

 

Das Schwierigste an diesem Wochenende waren wohl die sich permanent ändernden Streckenbedingungen und die Notwendigkeit, sich nach den ersten Fahrmetern auf die neuen Bedingungen in jedem Lauf einzustellen. Aus diesem Grund war es zumindest die richtige Entscheidung, den Freitag für Materialvorbereitung und Trackwalk zu nutzen.

Martin Höller: Rang 61 (Elite Herren)

Walter Jammernegg: Rang 30 (Masters Herren)

Ergebnisse Qualifikation
Ergebnisse Final Run
Downhill